Entwicklung und Geschichte

                             Beginn der Seniorenbetreuung
Am 11.09. 1973 traf das BPM mit der nachstehend wiedergegebenen Vfg eine vorläufige Regelung für die Seniorenbetreuung:
„Bei einem Teil der Ämter werden Betreuungsmaßnahmen für ehemalige Mitarbeiter, deren Angehörige oder Hinterbliebene durchgeführt, die bei diesem Personenkreis großen Anklang finden. Ich begrüße diese Eigeninitiative und beabsichtige künftig, die Maßnahmen der Altenbetreuung noch mehr zu fördern. Die Bestimmungen der Postunterstützungskasse wurden bereits dieser Entwicklung angepasst.
Zur Zeit wird geprüft, ob künftig der Postwaisenhort Träger der Altenbetreuung werden kann. Als Betreuungsmaßnahmen, die den Ruhestandbeamten, VAP-Rentnern, deren Angehörigen und Hinterbliebenen das Gefühl der Verbundenheit mit der DBP vermitteln sollen, kommen u.a. in Betracht:
1. Gesellige Veranstaltungen (z.B. Ausflugsfahrten, Kaffee-tafeln, Advents- oder Weihnachtsfeiern, Faschings-veranstaltungen, Skat-Nachmittage , Filmvorführungen)
2. Besichtigungen interessanter Anlagen der DBP unter sachkundiger Führung.
Darüber hinaus können, angepasst an die örtlichen Verhältnisse, auch andere Veranstaltungen den beabsichtigten Zweck erreichen.
Ich genehmige deshalb die Bereitstellung geeigneter Gemeinschaftsräume (Kantinen, Unterrichtsräume usw.). Außerdem können die vorhandenen Filmvorführgeräte und Filme im Rahmen der Altenbetreuung eingesetzt werden. Die vorgenannten Betreuungsmaßnahmen müssen nicht auf eine Veranstaltung im Jahr beschränkt bleiben, sondern können in bestimmten Zeitabständen, je nach den örtlichen Verhältnissen, mehrmals stattfinden.
Um bereits bestehende Verbindungen zu erhalten und zu fördern, halte ich die Durchführung der Betreuungsmaßnahmen unter der Regie der früheren Beschäftigungsämter bzw. Dienststellen für erforderlich. Für die organisatorischen Vorbereitungen ist die Mitarbeit der Sozialbetreuung – aber auch anderer Dienststellen – erforderlich. Es bestehen keine Bedenken, die freiwillige Mitarbeit geeigneter ehemaliger Mitarbeiter in Anspruch zu nehmen (z. B. für Schreibarbeiten) […].”
(- 1976 wurde aus dem Postwaisenhort das Betreuungswerk der Deutschen Bundespost, das 1995 in Betreuungswerk Post Postbank Telekom umbenannt wurde.)

Für die Betreuungsmaßnahmen wurden im Jahre 1976 örtliche Gremien – die Seniorenbeiräte – gegründet. Ansprechpartner für die Seniorenbeiräte war damals die Sozialbetreuung.
Unter der Regie der früheren Beschäftigungsämter und OPDn konnten demnach Maßnahmen der Altenbetreung für die ehemaligen Mitarbeiter sowie deren Angehörige oder Hinterbliebenen durchgeführt werden konnten, die diesen das Gefühl der Verbundenheit mit der DBP vermitteln sollten. Diese Aufgaben sind mit Inkrafttreten einer neuen Satzung am 05. März 1976 der Stiftung Postwaisenhort zusätzlich zu ihren bisherigen Aufgaben übertragen worden. Gleichzeitig erhielt die Stiftung den Namen Betreuungswerk der Deutschen Bundespost. Bei der Durchführung der Altenbetreuung wurde das Betreuungswerk von den örtlichen Dienststellen der DBP unterstützt. Während die finanziellen Mittel für die Waisenbetreuung fast ausschließlich aus freiwilligen Spenden des Postpersonals stammten, gewährte die DBP dem Betreuungswerk für Zwecke der Seniorenbetreuung einen angemessenen jährlichen Zuschuß und bestritt im übrigen die durch die Geschäftsführung entstehenden notwendigen Aufwendungen.
Organisatorisch bestand seit 1951 bei jeder OPD eine Bezirksverwaltung der Stiftung Postwaisenhort und beim Sozialamt der DBP in Stuttgart deren Hauptsitz. Stand bei der Waisenbetreuung seit jeher die materielle Hilfe im Vordergrund, so ist seit 1976 bei den Senioren die „Festigung der Beziehung untereinander und die Verbundenheit mit den früheren Arbeitsstätten“ ein erklärtes Ziel auch der seit der Privatisierung mittlerweile in betrieblicher Selbstverwaltung als Betreuungswerk arbeitenden Stiftung.
Mit Wirkung vom 2. April 1998 haben sich das Emblem des Betreuungswerks und auch die Satzung und Richtlinien für die Waisen- und Seniorenbetreuung geändert. Auch die Bezirksverwaltung Münster fiel mit Ablauf des 31.01.1999 weg und die Sozialbetreuung der drei DBP-Nachfolge-Unternehmen wurde in der Satzung ausdrücklich nicht mehr als federführend herausgestellt, womit die Seniorenbeiräte auf deren Mit- bzw. unmittelbare Zusammenarbeit verzichten mußten und allein auf ihre ehrenamtlichen Mitarbeiter angewiesen sind. Damit ist die gemeinsame Seniorenbetreuung, die bis 1976 ausschließlich den damaligen Ämtern und Direktionen mit deren Sozialbetreuungskräften oblegen hatte, nach der Übergangsszeit von 1976 bis 1998 beendet, die Seniorenbeiräte arbeiten seither nur noch mit Ruheständlern und sind der Betreuungswerk-Zentrale in Stuttgart sowie der Regionalstelle in Düsseldorf verantwortlich. Über das Betreuungswerk und die Anpassung dessen „Richtlinien über die Seniorenbetreuung haben übrigens die „Posthorn-Klänge“ in Heft 1/2001 ausführlich berichtet.
Schon im Sommer 1976 setzte sich auch in Münster der Gedanke und in Zusammenarbeit zwischen OPD, Personalrat und Sozialbetreuung der OPD sowie der Bezirksverwaltung Münster des Betreuungswerks die Realisierung eines Mitteilungsblattes für die Senioren der OPD durch, so dass noch im Herbst des erste Heft der „Posthorn-Klänge“, Informationen für die Senioren der OPD Münster“, versehen mit den Grußworten des Präsidenten Dr. Florian und des Personalrats bei der OPD (im Auftrag: Sagemüller), erscheinen konnte. Im Vorwort dieser ersten Ausgabe erläuterten die Verfasser die Motivation und Zielsetzung für diese Informationsschrift, deren Herstellung und Vertrieb die Verwaltung übernahm, die aber inhaltlich von Senioren für Senioren gestaltet werden sollte. Als „Herausgeber: Gemeinschaft Ruheständler/OPD Münster (Westf), Hohenzollernring 56, 4400 Münster“ wurden seitens der Senioren die Damen und Herren Dahlkötter, Bücker, Busch, Gorschlüter, Heik und Kirchhoff und als Verwaltungsvertreter Frau Erichson (Sozialbetreuerin der OPD), Frau Frye (Bezirksbeamtin für Sozialbetreuung), Frau Rottmann (Vors. des Betreuungswerks der DBP, Bezirk Münster) und Herr Sagemüller (Personalrat der OPD) benannt.


Erstausgabe der Posthorn-Klänge im Oktober 1076

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Eine Stellungnahme des Seniorenbeirats

Liebe Leser!
Die erste Ausgabe dieser Informationsschrift – erschienen im Oktober 1976 – ist mit Zustimmung und Freude aufgenommen worden.
Die Idee, für unsere Ruheständler eine besondere kleine “Zeitung” zu machen, stammt aus Seniorenkreisen. Vorstellungen und Pläne, die sich damit befassten, konnten wir nicht allein verwirklichen. Wir haben daher die Hilfe und Unterstützung der OPD gern in Anspruch genommen. Sie bestand nicht nur darin, das Papier zur Verfügung zu stellen und Druck und Versand zu übernehmen, sondern auch in der freiwilligen verständnisvollen Mitarbeit von Kolleginnen und Kollegen des Sozialreferats und anderer Dienststellen im Hause. Sie haben auch für die Zukunft Beratung und Unterstützung zugesagt. In erster Linie sind wir aber selbst für unser Blatt verantwortlich. Wir werden uns bemühen, die “Posthorn-Klänge für die Senioren der OPD” interessant zu gestalten. Beiträge und Zuschriften aus Leserkreisen nehmen wir dankbar entgegen.
Der Seniorenbeirat der Oberpostdirektion