Kalkriese

Wo Hermann die Römer besiegte

Hermannsschlacht im Teutoburger Wald, wo das Hermannsdenkmal steht oder Varusschlacht bei Kalkriese im Osnabrücker Land?

Mit dieser Frage starteten am 08.09.2004 leider nur 20 Seniorinnen/Senioren vom Bremer Patz in Richtung Bramsche. Ein erfahrener Busfahrer brachte uns zügig (ohne Stau) zu unserem Ziel, wo uns ein kundiger Führer durch die Ausstellung führte. Die seit 1987 bei den Forschungen und umfangreichen Ausgrabungen entdeckten Waffen, Münzen, Ausrüstungsgegenstände, wie Rittermonturen und vieles mehr, lassen Rückschlüsse ziehen über den Verlauf der Varusschlacht im sumpfigen und unwegsamen Gelände im Jahre 9 n. Chr. Das Römische Heer unter Führung des Publius Quintilius Varus, kurz als Varus in die Geschichte eingegangen, hielt das damalige Germanien bis zur Lippe und Weser besetzt. In der Gegend des jetzigen Kalkriese lockten Germanische Truppen unter dem Kommando des Cheruskerfürsten Arminius (Hermann) die römische Legion in einen Hinterhalt und brachte ihr eine vernichtende Niederlage bei.

Unsere interessierte Anteilnahme an seinen Ausführungen veranlasste den Führer durch die Ausstellung, statt einer Stunde uns annähernd zwei Stunden zu informieren. So erhielten wir ein umfangreiches Wissen über die Schlacht, die nach so eindeutigen Beweisstücken doch wohl nicht im Teutoburger Wald bei Detmold, sondern eben in der Nähe der Wiehengebirgsausläufer bei Kalkriese stattgefunden hat, wie es Forscher und Historiker mit Recht behaupten. – Leider blieb nun keine Zeit mehr zur beabsichtigten Einkehr in ein Café, denn der Bus stand zur Abfahrt bereit, und die Rückfahrt musste wegen bereits gemeldeter Staus auf der Autobahn über die Dörfer ablaufen. Das war wegen der reizvollen Landschaft recht angenehm, ließ uns aber erst gegen 19:30 Uhr in Münster eintreffen. Trotzdem eine Fahrt, die sich gelohnt hat.

M.R.