Kloster Corvey / Porzellanmanufaktur Fürstenberg

Kloster Corvey / Porzellanmanufaktur Fürstenberg

CorveyAm 17.08.2005 starteten wir mit 50 Post- und Telekom-Seniorinnen und –senioren in einem komfortablen Bus vom Bremer Platz in Richtung Höxter. Ohne Verkehrsstaus erreichten wir überpünktlich das Schloß Corvey. In zwei Gruppen zu je 25 Personen mit einer Führerin und einem Führer wurden wir in ganz hervorragender Weise in die Geschichte der Abtei beginnend mit der Gründung im Jahre 822 durch die Benediktinermönche, die im Auftrag des Kaisers (Ludwig der Fromme) das neue Kloster Corbeia nova errichteten, eingeführt. Alle Fragen von geschichtskundigen Teilnehmern wurden erschöpfend beantwortet. Hier können nur einige wichtige Daten genannt werden. Einen einzigartigen Eindruck gibt heute noch das Westwerk der 885 eingeweihten Abteikirche wieder und lässt den geistigen wie auch wirtschaftlichen Einfluss Corveys auf die Christianisierung Sachsens und Nordeuropas erkennen. Hier wurden nicht weniger als 20 Reichstage abgehalten und etliche deutsche Kaiser wie Otto I, Otto III, verschiedene Sachsenkaiser, Salier und Staufen waren hier zu Gast.

Die Entwicklung in geistiger Hinsicht begann mit der Überführung der Reliquien der Heiligen Stephanus und Vitus. Auch einige Bischöfe, wie z. B. Rhabanus Maurus, der spätere Erzbischof von Mainz, kamen aus Corvey, nicht zu vergessen den Mönch Bruno, der als Papst Gregor V den Stuhl Petri innehatte.

Zu erwähnen sind auch noch drei Dichter, die mit Corvey verbunden waren, nämlich Wilhelm Raabe, Friedrich Wilhelm Weber und August Heinrich Hoffmann von Fallersleben, Verfasser des Deutschlandliedes, dessen Grab sich auf dem benachbarten Friedhof befindet.

Im Zeitalter des Barock begann mit dem Neubau der Abteikirche von 1667 bis 1674 durch Christoph Bernhard von Galen, Fürstbischof zu Münster eine neue Blütezeit verbunden mit der größten Bauperiode, die das Stift bis 1740 erlebte. Es entstand eine barocke Residenz als geeignete Kulisse zur Präsentation für dir Fürstbischöfe. Heute gehört das Schloss Corvey dem Herzog von Ratibor, der den Titel Fürst von Corvey trägt. Corvey ist heute Mittelpunkt der Region.

Nach der Besichtigung stand im Schlossrestaurant an reservierten Tischen unsere Mittagsmahlzeit bereit. Es klappte alles vorzüglich, und das Essen schmeckte ausgezeichnet. – Dank der hervorragenden Planung der Kollegen K. Bökenkamp und K. Grewe konnten wir bereits eine halbe Stunde früher als vorgesehen unsere Fahrt nach Fürstenberg fortsetzen.

Die Pozellanmanufaktur Fürstenberg wurde 1747 auf Anordnung Herzog Carls I von Braunschweig gegründet und produziert kontinuierlich bis heute Porzellan. Einige Geschichtsdaten seien hier genannt: 1859 wird die herzogliche Manufaktur an Privatleute verpachtet, 1934 entwirft Wilhelm Wagenfeld seine Form 639 für Fürstenberg, die 1937 auf der Weltausstellung in Paris mit der Godmedaille prämiert wird., 1997 feiert die Manufaktur ihren 250. Geburtstag, 2003 erhält für ein Schalenset den begehrten „reddot: best of the best für höchste Designqualität“, 2004 erhält die Manufaktur abermals den vom Design Zentrum NRW vergebenen „reddot für hohe Designqualität“. Das alles erfährt man im Porzellanmuseum. Gleichzeitig kann man natürlich alle Produkte auch kaufen soweit der Euro reicht.

Unseren Teilnehmern war es überlassen, diesen Teil des Ausflugs frei zu gestalten.

Auf der Terrasse des Cafés fanden sich die meisten von uns ein, wo man einen herrlichen Ausblick auf die Weserberglandschaft hat. Rechtzeitig fanden sich alle Teilnehmer wieder am Bus ein, der uns wohlbehalten zum Ausgangspunkt zurückbrachte. Den Organisatoren sei an dieser Stelle nochmals ein Dankeschön ausgesprochen!

H. M.