Textilmuseum Bocholt

Museumsbesuch

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Museumseingang

In diesem Jahr war für Seniorinnen und Senioren von Post und Telekom ein Ausflug in den westlichen Zipfel des Münsterlandes – nach Bocholt – vorgeschlagen worden, um das dortige Textilmuseum zu besuchen, in dem der Landschaftsverband Westfalen Lippe den langen Weg der Erstellung vom Rohprodukt Wolle bis zum fertigen Stoff anschaulich vorgestellt hat, um an die Arbeit von zeitweilig 10 000 Menschen in rund 60 Textilunternehmen allein in Bocholt zu erinnern.

Am 31. Mai um 8:00 Uhr fuhren 31 Seniorinnen und Senioren von Post und Telekom vom Bremer Platz in Münster nach Bocholt und ließen sich dort in einer voll funktionsfähigen Fabrik die Arbeitsabläufe in einem typischen Betrieb aus der Zeit zwischen 1900 und 1960 vorführen und erklären. Für fast alle Teilnehmer war dies wohl das erste Mal, eine Weberei mit Kessel- und Maschinenhaus, Werkstatt und Websaal, Meisterbude und Kontor von innen zu sehen und somit die Herstellung von z.B. Tischdecken und Handtüchern zu beobachten. Neben der Technik mit der großen Dampfmaschine von 1917 – zu sehen sind allein 30 Webstühle verschiedener Bauart mit ihren Transmissionen aus mehr als 100 Jahren Entwicklungsgeschichte – rückt das Museum die Arbeitsbedingungen der damaligen Arbeiter an ihren engen, staubigen und lauten Arbeitsplätzen in den Mittelpunkt. Am Rande des Fabrikgeläudes gibt ein rekunstruiertes Arbeiterhaus mit zeittypischer Ausstattung und bewirtschaftetem Garten Einblicke in die privaten Lebvensverhältnisse der damaligen Arbeiterfamilien vor dem ersten Weltkrieg.

Nach dieser eindrucksvollen Führung haben wir in dem dem Museum angegliederten Restaurant preiswert zu Mittag gegessen und sind anschließend, jeder nach Lust und Laune, entweder am benachbarten Aasee entlangspaziert oder durch die Fußgängerzone der Stadt Bocholt gegangen.

Um 14:00 Uhr traten wir die Heimreise an und besuchten unterwegs Schloß Raesfeld und bummelten durch das Museumsdorf. Abschließend kehrten wir im „Freiheiter Hof“, einem hübschen Restaurant, zum Kaffeetrinken ein. Gegen 18:30 Uhr kamen wir wohlbehalten in Münster am Bremer Platz wieder an.       Kurt Bökenkamp

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Maschinenraum
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Spinnerei