Frühlingsfahrt ins Ammerland

Rückschau

frühling
Kirschblüten

Mit bangen Blick schauten wir zum mit dichten Regenwolken verhangenen Himmel, als wir uns, das waren 47 mitreisende Senioren und Seniorinnen, am 23.05.2013 morgens am Bremer Platz trafen, um unsere Frühlingsfahrt ins Ammerland anzutreten. Hoffentlich hält sich das Wetter, war unser aller Wunsch.

Auf unserer Fahrt gen Norden hellte sich der Himmel jedoch auf und die Sonne blinzelte gelegentlich durch kleine Wolkenfenster. Doch kurz vor unserem Ziel in Westerstede, als wir an den in allen Farben blühenden Rhododendron-Hecken entlang fuhren, die die Gärten der Ried-gedeckten Bauernhäuser umschließen, ging ein heftiger Regenschauer auf uns nieder. Gott sei Dank saßen wir an einem trockenen Platz im Bus. Bei aufgelockertem Wetter begann unsere Führung durch den Rhododendron-Waldpark der Familie Hobbie, einen der schönsten Europas. Unter hohen Kiefern und anderen exotischen Nadel- und Laubgehölzen konnten wir eine Vielzahl von bis zu sieben Meter hohen blühenden Rhododendron in allen Farben und Variationen bewundern. Eine Blütenpracht, die ihres gleichen sucht. (Ein Schwarz-Weiß-Bild an dieser Stelle könnte die Farbenpracht nicht wiedergeben.)

Rhododendron gibt es in annähernd tausend verschiedenen Arten, die jedoch nicht alle den europäischen kalten Winter ertragen. Die für das Ammerländer Rhododendron Paradies interessanten Wildarten wurden zum größten Teil erst in den letzten 60 Jahren entdeckt, durch Samen in Europa eingeführt und weiter gezüchtet, erfuhren wir von unserer Gästeführerin. Weltbekannt wurde Dietrich Hobbie, der Schöpfer des Rhododendron-Waldparks, durch eigene Neuzüchtungen winterharter Sorten in Rot und Rosa.

Nach der Mittagspause brachte uns unser Bus nach Dreibergen am Nordufer des Zwischenahner Meeres, wo uns ein Schiff der Weißen Flotte aufnahm und in das Zentrum des Kurortes brachte. Hier hörte ich die Legende von einem riesigen Wels, der mit seinen 3,50 Metern Länge im See leben soll. Er wird sogar mit dem Ungeheuer von Loch Ness verglichen. Doch beide haben eins gemeinsam: bis heute hat sie noch niemand zu Gesicht bekommen. Auf dem Markt von Bad Zwischenahn kann man aber eine bronzene Statue des Wels bewundern.

Nach einem zeitlich ausgiebigen Aufenthalt in der Kurstadt zum Bummeln und/oder Kaffee trinken trafen wir uns pünktlich – wie bei Postlern üblich – um 17:30 Uhr am Bus-Parkplatz zur Heimfahrt. Auf der Rückfahrt nach Münster konnten wir unsere Blicke noch einmal in die prachtvollen Gärten mit kunstvollen Bonsai-Bäumen beiderseits der Straße werfen. Ein erlebnisreicher Tag ging dem Ende zu. Wohlbehalten kamen wir wieder in Münster an.

K. Grewe