Die Geschichte Teil II

Zweiter Teil:

Die Zeit vom Ende des 2. Weltkrieges 1945 bis zur Neustruturierung des Postwesens 1989

Dienstgebäude der Oberpostdirektion am Hohenzollernring aus dem Jahre 1925
(das Foto wurde im Jahre 1950 aufgenommen.)

Mai 1945

Nach dem Ende des Zweiten Weltkkrieges ruht der gesamte Post- und Fernmeldebetrieb im Bezirk der Rechspostdirektion Münster zunächst völlig und kommt nur nach und nach wieder in Gang. Mehr als die Hälfte der Postdienstgebäude, Postkraftfahrzeuge und Fernsprechanschlüsse sind bei Kriegsende zerstört, der Rest teilweise stark beschädigt. Von den vorhandenen 67 000 Fernsprechhauptanschlüssen sind die technischen Einrichtungen für ca. 33 000 Hauptanschlüsse  vernichtet oder bis zur Betriebsunfähigkeit beschädigt. Münster verlor 6 000, Bielefeld 8000, Paderborn und Recklinghausen je 3 000, Gütersloh 2 500 und Minden 2 000 Anschluß-möglichkeiten. Zehn der Fernsprechämter waren vernichtet.

08. Mai 1945

Bei Kriegsende leitet der am 10. April 1945 von der Militärregierung eingesetzte, bis dahin beim Postamt Münster I tätige Postamtmann Hermann Karl Friedrich Beissert als “Head Postmaster” die Reichspostdirektion Münster. Vom 14. bis 28. Mai 1945 ist Präsident Karl Labes wieder im Amt. Nach seiner Verhaftung am 28. Mai 1945 übernimmt Abteilungspräsident Dr. Menny die Leitung der Reichspostdirektion. Als er am 02. Juni 1945 interniert wird, tritt Oberpostrat Karl Munzinger bis zum 10. Juni 1945 an seine Stelle. Danach beauftragt die Militärregierung erneut Postamtmann Friedrich Beissert mit der Leitung der Rechspostdirektion Münster, die er bis zum 09. November 1945 ausübt.

28. Mai 1945

Der Anfang April 1945 bis zum 14. Mai  1945  internierte Präsident Karl Labes wird am 28. Mai 1945 als “Alt-Parteigenosse” (1932) verhaftet und in Recklinghausen interniert. Am 14. Juli 1945 verfügt die Reichspostdirektion Münster auf Anordnung der Militärregierung seine Entfernung aus dem Dienst der Deutschen Reichspost mit Wirkung vom 31. Mai 1945. Labes wird später (1948/49) entnazifiziert und erhält Versorgungsbezüge. Er ist am 08. Oktober 1978 als Postrat a. D. in Münster verstorben.

August 1945

Erste Tagung der Präsidenten der Reichspostdirektionen in der Britischen Zone.

05. September 1945

Einrichtung der Reichspost-Oberdirektion für die Britische Zone (BZRPO) als obere Reichspostbehörde und eines Technischen Zentralamtes in Bad Salzuflen.

10. November 1945

Abteilungspräsident Dr. Heinrich Johannes Gottlieb Menny wird von der Militätrregierung als Präsident der Reichspostdirektion Münster eingesetzt. Die Hauptveraltung für das Post- und Fernmeldewesen des Amerikanischen und Britischen Besatzungsgebiets in Farnkfurt am Main entscheidet am 10. Oktober 1947, daß Dr. Menny von diesem Amt beurlaubt und von Abteilungspräsident Dr. Martens vertreten werden soll. Dr. Menny wird mit Wirkung vom 01. Februa 1948 als Oberpostrat in Kiel beschäftigt, dort am 01. April 1951 zum Abteilungspräsidenten befördert. Er tritt am 01. November 1959 in den Ruhestand.

01. Juli 1946

Auf Veranlassung der Besatzungsmacht werden die schaumburg-lippischen Postämter Bad Nenndorf, Bückeburg, Haste, Hessisch-Oldendorf, Obernkirchen, Rinteln und Stadthagen aus dem Reichspostdirektionsbezirk Münster herausgenommen und mit ihren Amtsbereichen und Ortsnetzen dem Reichspostdirektionsbezirk Hannover zugeteilt (insgesamt 7 Postämter, 2 Zweigpostämter, 32 Poststellen I und 58 Poststellen II).

06. März 1947

Nach dem Zusammenschluß der britischen und amerikanischen Besatzungszone geht die obere Reichspostbehörde für die britische Zone in Bad Salzuflen in der Hauptverwaltung für das Post- und Fernmeldewesen (HVPF) in Frankfurt am Main auf.

1947

Die Reichspostdirektionen werden wieder in Oberpostdirektionen (OPD) umbenannt.

22. Oktober 1947

Der Abteilungspräsident bei der OPD Dortmund Dr. Hans Paul Albert Martens wird mit der Leitung der OPD Münster beauftragt und übt dieses Amt bis zum 12. Februar 1948 aus. Er leitet ab dem 01. September 1948 die OPD Dortmund, deren Präsident er am 01. Januar 1949 wird.

12. Februar 1948

Der langjährige Postamtmann im Personalbüro der OPD Münster, Heinrich Josef Hannemann, wird am 01. Februar 1948 als Postrat in den höheren Dienst übernommen und von der Hauptverwaltung für das Post- und Fernmeldewesen in Frankfurt am Main mit der Leitung der OPD Münster beauftragt und am 07. März 1951 zum Präsidenten ernannt. Er  ist am 01. August 1954 in den Ruhestand getreten und am 27. Januar 1970 in Münster verstorben.

20. Juni 1948

Nach der Währungsreform beginnt auch im OPD-Bezirk Münster eine stürmische Aufwärtsentwicklung des Post- und Fernmeldewesens.

01. Juni 1950

Nach der Währungsreform beginnt auch im OPD-Bezirk Münster eine stürmische Aufwärtsentwicklung des Post- und Fernmeldewesens.

07. Oktober 1950

Gründungsversammlung des Bundes Deutscher Zweigpostamtsvorsteher M und Posthalter e.V. im Hotel Wassmann in Münster. Erster Vorsitzender des Hauptverbandes und des Bezirksverbandes Münster wird Posthalter(I) Josef Gerdemann aus Gimbte. Sitz des Hauptverbandes ist Münster, wo auch ab Mai 1951 die Verbandszeitschrift “Die Landpost” erscheint.

Der Hauptverband versteht sich als Nachfolgeorganisation des 1909 in Leipzig gegründeten Reichsverbands deutscher Postagenten, der 1933 von Staats wegen aufgelöst wurde.

1951

Beginn des Ausbaus des Sebstwählferndienstes.

01. April 1953

Die Fernmeldeämter in Bielefeld, Minden, Münster und Recklinghausen übernehmen alle Aufgaben des Fernmeldedienstes der bisherigen Fernsprechämter Bielefeld und Münster sowie der Postämter, bei denen Fernmeldedienststellen eingerichtet sind.

01. August 1954

Der Abteilungspräsident bei der Oberpostdirektion Münster Dr. Heinrich Drerup wird Präsident der OPD. Er tritt am 31. März 1969 in den Ruhestand und stirbt am 03.Februar 1978 in Münster.

1954

100 000 Fernsprechhauptanschlüsse im OPD-Bezirk Münster. Beginn der Zentralisierung des Briefverteildienstes, der bis 1957 auf 9 Zentrale Briefabgangsstellen konzentriert wird. Gleichzeitig Neuorganisation der Postämter.

1954 – 1968

Im OPD-Bezirk Münster werden  ca. 100 Millionen DM in Hochbauvorhaben investiert.

01. Januar 1958

In Bielefeld werden die beiden Fernmeldeämter FA1 Bielefeld und FA2 Bielefeld eingerichtet.

01. Januar 1959

Neue Richtlinien über die Organisation der Postämter mit Verwaltungsdienst treten in Kraft. Die Bezeichnung “Zweigpostamt” entfällt. Zur OPD Münster gehören Ende 1959: 66 Postämter (V) mit 281 Postämtern, 370 Poststellen I und 269 Poststellen II sowie 109 Posthilfsstellen.

01. September 1961

Das Inlands-Nachtluftpostnetz der Deutschen Bundespost wird eröffnet. Der OPD-Bezirk Münster ist den Flughäfen Düsseldorf und Hannover zugeordnet.

01. November 1961

Nach Auflösung sämtlicher Rundfunkstellen von 59 Postämtern werden nunmehr 1 011 761 Ton- und 406 413 Fernseh-Rundfunkteilnehmer des Bezirks von der Bezirks-Rundfunkabrechnungstelle Münster betreut.

03. November 1961

Veröffentlichung der neuen vierstelligen Postleitzahlen. Kostenlose Verteilung der Postleitzahlverzeichnisse (DIN A 6 -Format) an alle Haushaltungen sowie an Firmen und Behörden (DIN A 4-Format) Anfang 1962. Einführung der neuen Postleitzahlen am 23. März 1962.

01. September 1962

Neugliederung des Hochbauwesens und Neueinrichtung eines weiteren Hochbaureferats bei der OPD. Die Hochkonjunktur im Baugewerbe führt beim Fernmelde-Hochbauwesen zum Bau  der sogenannten Typenhäuuser.

31. Dezember 1962

90% aller Rundfunk-Fernsehteilnehmer entrichten die Gebühren noch beim Zusteller. Die OPD Münster erprobt im Auftrag des Bundespostministeriums die bargeldlose Zahlung der Gebühren durch Abbuchung von den Girokonten der Teilnehmer bei ihren Kreditinstituten, die allerdings nur vierteljährlich möglich ist.

Die Rundfunkabrechnungsstelle Münster führt dieses Verfahren zunächst bei den Postämtern Münster und Dülmen ein und dehnt es 1963 auf die Postamts-Bereiche Gelsenkirchen, GelsenkirchenBuer und Recklinghausen aus.

16. Mai 1964

Zum zehnten Mal wird das jährliche internationale Amateur-Radrennen “Rund um die OPD” in Münster ausgetragen. 250 Teilnehmer aus den Niederlanden, Belgien, Italien und der Bundesrepublik kämpfen um den wertvollen Pokal des Präsidenten der OPD.

01. August 1964

Einführung der neuen Postordnung mit zahlreichen Neuerungen und Änderungen in den Benutzungsbedingungen das Inlands-Postdienstes.

1964

Im OPD-Bezirk Münster werden 200 000 Fernsprechhauptanschlüsse regitriert.

05. Februar 1965

Neugliederung der Dienststelle OPD im Rahmen einer Anordnung des BPM zur Neuordnung der Mittelbehörden. Neuaufteilung aller Aufgaben und Gliederung in Typenreferate. Die Benennung der vier Abteilungen ändert sich nicht. In der Abteilung 4 wird eine Unterabteilung 4a mit fünf nichttechnischen Referaten eingerichtet.

Mai 1965

Die letzte noch handbetriebene Ortsvermittlung im OPD-Bezirk, in Herten, wird auf Selbstwählbetrieb umgestellt.

September 1965

In Zusammenarbeit mit einem Großauflieferer des OPD-Bezirks , Fa. Bertelsmann, wird erstmalig versucht, die Möglichkeiten, die eine EDV-Anlage bietet, für die Verteilung von Sendungen auszunutzen.

20. Oktober 1965

Auf Anordnung des BPM ist der Bestand an Versicherungsrenten im Bereich der OPD Münster von der Rentenrechnungsstelle Köln zur Rentenrechnungsstelle Hannover verlagert worden, mit der nunmehr alle Postämter des Bezirks die Versicherungsrenten abzurechnen haben.

31. Dezember 1965

Von den rund 1 600 Landzustellbezirken des OPD-Bezirks sind 905 mit Kraftfahrzeugen ausgerüstet. 630 Bezirks werden mit Fahrrädern befahren, 65 Bezirke eignen sich nicht zum Einsatz eines Fahrzeugs und werden deshalb zu Fuß begangen. In den motorisierten Landzustellbezirken sind 676 privateigene und 171 posteigene Mopeds, 7 privateigene und 51 posteigene Kraftwagen eingesetzt.

1966

Im Zuge der Rationalisierung des Postzeitungsdienstes wird der Zeitungsverlagsdienst im OPD-Bezirk bei 29 Postämtern aufgehoben und bei vier Verlagspostämtern (Bielefeld, Münster, Paderborn und Recklinghausen) zentraliisiert.

01. Januar 1967

Erstmalig wird für 13 000 Beamte des OPD-Bezirks die geamte Bezügeberechnung vom Rechen-zentrum in Hannover per EDV durchgeführt. Die Neuordnung nach der Personalnummernfolge ist am 01.April 1967 abgeschlossen.

01. Januar 1968

Der Zeitungsverlagsdienst wird in das EDV-Verfahren übernommen. Das Postzeitungsamt in Berlin und die Zeitungsabrechnungsstelle der OPD Hannover rechnen nunmehr mit den Verlegern ab. Die vier Verlagspostämter Bielefeld, Münster, Paderborn und Recklinghausen nehmen wie bisher den Dienstverkehr mit den Verlegern wahr und liefern der Zeitungsabrechnungsstelle und dem Postzeitungsamt die Lochbelege für die Berechnung. Das Inkasso von Zeitungsbezugsgeldern wird von 1968 bis 1970 auf EDV übernommen.

08. Juli 1968

Richtfest des neuen Fernmeldedienstgebäudes in Bielefeld, des bisher größten Bauvorhabens im Bezirk der OPD Münster, in Gegenwart des Bundespostministers.

Ende Oktober 1968

300 000 Fernsprechhauptanschlüsse im OPD- Bezirk Münster. Die ersten 100 000 sind in einem Zeitraum von 68 Jahren (1886 – 1954) und das dritte Hunderttausend in 4 Jahren (1964 – 1968) hergestellt worden.

31. Dezember 1968

Im Bereich der OPD Münster sind insgesamt 19 881 Arbeitskräfte (Beamte, Angestellte, Arbeiter, Posthalter, Fernmeldebaukräfte und Dienstanfänger) beschäftigt, 137 weniger als Ende 1967.

21. März 1969

Eröffnung der Ausstellung der OPD Münster im Landesmuseum am Domplatz vom 21. März bis 17. April 1969 mit dem Titel “300 Jahre Postdirektion in Münster”.

31. März 1969

Präsident Dr. Heinrich Drerup tritt nach fast 15 jähriger Amtszeit in den Ruhestand (+ 03. Februar 1978). Ministerialrat Dr. Winfried Florian wird als neuer Präsident der OPD Münster in sein Amt eingeführt.

01. Januar 1970

Einrichtung der Abteilung 5  bei der OPD bei gleichzeitiger Auflösung der bisherigen Unterabteilung 4a. Mit der Leitung der Abteilung 5 wird Abteilungspräsident Dr. Lindgen (bisher Abteilungsleiter 4) und mit der Leitung der Abteilung 4 der bisherige Unterabteilungsleiter Oberpostdirektor Friedrich Steller beauftragt.

01.Februar 1970

Angleichung der Organisation der Postanstalten sowie der Postversorgung, Einführung neuer postamtlicher Namen und neuer Postleitzahlen infolge kommunaler Neuordnung in den Landkreisen Herford und Lemgo.

01. April 1970

Angleichung der Organisation der Postanstalten sowie der Postversorgung an die neuen Gemeindeverhältnisse, Einführung neuer postamtlicher Namen und neuer Postleitzahlen in den Großgemeinden der Landkreise Ahaus, Beckum, Borken, Coesfeld, Halle, Lüdinghausen, Paderborn, Steinfurt und Warendorf (freiwillige Zusammenschlüsse einzelner Geemeinden).

01. Oktober 1970

Die Postämter Herzfeld und Lippborg werden infolge der Bildung der Großgemeinde Lippetal an die OPD Dortmund abgetreten.

27. November 1970

Der 400 000. Fernsprechanschluß im OPD-Bezirk Münster wird für Frau Ilse Linß in 4350 Recklinghausen geschaltet.

31. Dezember 1970

Die OPD Münster hat einen Bestand von 42 Postämtern (V), 309 Postämtern, 393 Poststellen I, 207 Poststellen II und 17 Posthilfsstellen.

01. Mai 1971

Neuorganisation der Postanstalten sowie der Postversorgung in den Kreisen Detmold, Höxter, Wiedenbrück und in Teilen des Kreises Bielefeld mit Ausnahme der Gemeinden Lage,Lippe, Rheda-Wiedenbrück und Schloß Holte-Stukenbrock infolge der kommunalen Neugeliederung.

01. Juni 1971

Inkrafttreten des Vertrages zwischen den Stadtwerken Münster GmbH, dem Kraftverkehr Münsterland und der OPD Münster über die Bereinigung der Verkehrsinteressen und die Tarifgemeinschaft im Verkehrsraum  Münster-Hiltrup (einheitlicher Fahrschein für die Omnibusse der drei Verkehrsträger).

06. Sepember 1971

Beginn des Umzugs der Hochbau- usw. Abteilung aus dem OPD-Geäude Hohenzollernring 56 in die neu errichteten Flachbau-Gebäude am Hegerskamp.

01. Dezember 1971

Die ab 01. Februar bzw. 01. April 1970 in den neugegliederten Gemeinden der Kreise Herford und Lemgo sowie in den neuen Großgemeinden des Münsterlandes eingeführten poatamtlichen Namen mit Ortsteilangabe (Bindestrich-Bezeichnungen) werden geädert. Diee neuen postamtlichen Namen bestehen nur noch aus dem Gemeindenamen unter Zusatz der Ziffer der Zustellpostanstalt (Ziffern-Bezeichnung).

03. Dezember 1971

Die “Fahrende Postscchule” (im Einsatz seit August 1968) stellt den Betrieb ein. Es sind ca. 500 Schulen von etwa 50 000 Schülern aufgesucht worden.

01. Juni 1972

Die Bezirksstelle Münster  der Omnibusverkehrsgemeinschaft Bahn/Post nimmt ihre Arbeit in den angemieteten Räumen der OPD am Alten Steinweg auf. In Münster als Sitz der OPD liegt die Federführung der paritätisch mit Post- und Bahnbeamten besetzten Bezirksstelle, zu der auch der OPD-Bezirk Bremen gehört. Am 01. Oktober 1983 muß der Postreisedienst an die Deutsche Bundeasbahn abgegeben werden.

06. Oktober 1972

In Paderborn wird der 500 000. Fernsprechanschluß des OPD-Bezirks Münster geschaltet.

30. April 1974

Der 600 000. Fernsprechanschluß im OPD-Bezirk Münster wird in 4801 Babenhausen (FA 1 Bielefeld) geschaltet.

29. September 1974

Zum Fahrplanwechsel wird die “rollende” Bearbeitung” der Briefsendungen nach und aus den Niederlanden mit der Bahnpost Osnabrück-Utrecht-Osnabrück der Bahnpostzweigstelle Rheine eingestellt. Die nunmehr stationäre Verteilung übernimmt das Postamt (V) Rheine, bei dem auch eine Drucksachenleitstelle für die Niederlande eingerichtet wird.

01. Oktober 1975

Anpassung der Postversorgung in der neuen Stadt Münster auf Grund der mit Beginn des Jahres 1975 in Kraft getretenen kommunalen Neugliederung. Gemäß § 1 des Gesetzes zur Neugliederung der Gemeinden und Kreise des Neugliederungsraumes Münster /Hamm ( Münster/Hamm-Gesetz) vom 09. Juli 1974 sind die Gemeinden Albachten, Amelsbüren, Angelmodde, Handorf, Hiltrup, Nienberge, Roxel, St. Mauritz und Wolbeck – abgesehen von einigen Abweichungen – in die Stadt Münster eingegliedert worden.

01. November 1977

Infolge der ämterorganisatorischen Neuordnung im OPD-Bezirk übernimmt das Postamt (V) Ahlen das bisher selbständige Postamt (V) Werne.

17. November 1977

der 900 000. Fernsprechanschluß im Bereich der OPD Münster wird in Beckum, geschaltet.

1977

Unter den 17 Oberpostdirektionen und der Landespostdirektion Berlin belegt die OPD Münster  – gemessen am prozentualen Nettozugang  von Fernsprechhauptanschlüssen – den 2. Platz im Bundesgebiet. Beim absoluten Zugang liegt die OPD Münster hinter den beiden Oberpostdirektionen Düsseldorf undFrankfurt am Main auf dem 3. Platz.

01. April 1978

Das Postamt (V) Oelde wird dem Postamt (V) Ahlen eingegliedert und verliert seine Selbständigkeit.

Weitere Eingliederungen im Jahr 1978:

01. Juni                   PA Lemgo nach PA (V) Detmold

01. Juli                    PA Bünde nach PA (V) Herford

01. August              PA Gronau nach PA (V) Steinfurt

01. Oktober           PA Beckum nach PA (V) Ahlen

01. Juni 1978

Die OPD Münster übernimmt das Postamt (V) Marsberg mit 2 Postämtern und 12 Poststellen von

der OPD Dortmund.

28. September 1978

Im OPD-Bezirk Münster bestehen 1 Mio. Fernsprechhauptanschlüsse.

Januar 1979

Das bisherige Postamt (V) Ahaus verliert den Verwaltungsdienst und wird dem PA (V) Coesfeld angegliedert.

November 1979

Das PA (V) Minden übernimmt die Verwaltungsaufgaben des bis dahin selbständigen Postamts Lübbecke.

01. Januar 1980

Einführung des Nahdienstes im Bundesgebiet, mit dem 55% aller Telefonkunden in der ersten Einrichtungsphase versorgt werden, im OPD-Bezirk Münster 70% .

01. Mai 1980

Das bisher selbständige PA (V) Warendorf wird dem PA (V) Münster eingegliedert.

01. September 1980

Das bis dahin selbständige PA (V) Gladbeck wird dem PA (V) Bottrop eingegliedert. Gleichzeitig übernimmt das PA (V) Warburg den Verwaltungsdienst des 1978 von der OPD Dortmund dem OPD-Bezirk Münster zugeteilten Postamts Marsberg, sowie das Postamt Hofgeismar aus dem OPD-Bezirk Frankfurt am Main.

18. Februar 1981

Mit der Eröffnung eines Telefonladens in Münster gibt es nun drei Telefonläden im OPD-Bezirk:

Recklinghausen, Herford, Münster.

31. Mai 1981

Mit dem Sommerfahrplanwechsel wird die 2. Phase des Nachtbahnpostnetzes (ExprIC-Verkehr) mit Einbeziehung der Strecken Hannover-Düsseldorf und Hamburg-Köln eingeführt. Haltepunkte im OPD-Bezirk Münster sind nur noch Bielefeld, Herford und Minden.

01. August 1981

Das PA (V) Lüdinghausen wird dem PA (V) Ahlen eingegliedert und verliert seine Selbständigkeit.

01. Oktober 1981

Das PA (V) Gelsenkirchen-Buer wird dem PA (V) Gelsenkirchen und das PA (V) Marl dem PA (V) Recklinghausen eingegliedert.

01. November 1981

Das PA (V) Borken wird dem PA (V) Bocholt eingegliedert und verliert seine Selbständigkeit.

07. November 1981

Eröffnung der Wanderausstellung der DBP aus Anlaß des 150. Geburtstages des General-postmeisters Heinrich von Stephan durch den Präsidenten der OPD Münster, Dr. Winfried Florian, im Stadthaussaal von Münster mit dem Titel “v. Stephan bis heute”. Die Ausstellung ist bis zum 22. November geöffnet und findet regen Zuspruch.

17. Dezember 1981

Der 4 000 000 Postscheckkunde im Bundesgebiet wohnt in Münster und wird vom Präsidenten der OPD gemeinsam mit dem 3 999 999. (aus Oelde) und em 4 000 001. (aus Recklinghausen) der Öffentlichkeit vorgestellt.

01. März 1982

Die Postämter (V) 3490 Bad Driburg 1 und 3470 Höxter 1 werden aus dem OPD-Bezirk Münster ausgegliedert und dem OPD-Bezirk Hannover/Braunschweig zugeteilt. Gleichzeitig  werden die PÄ (V) in Postämter umgewandelt und mit ihren Amtsstellen dem PA (V) Holzminden unterstellt.

01. März 1983

Der Präsident der OPD Münster, Dr. Winfried Florian, wird in das Amt des beamteten Staatssekretärs im Bundeministerium für das Post- und Fernmeldewesen berufen. Dieses Amt übt er vom 03. Mai 1983 bis April 199o aus. Er tritt am 01. Mai 1990 in den Ruehestand.

01. Juni 1983

Das PA (V) Bad Pyrmont verliert seine Selbständigkeit und wird mit seinen niedersächsischen Amtsstellen dem PA (V) Hameln unterstellt. Die 4 PÄ Lügde, Schieder-Schwalenberg 1 und 2 sowie Steinheim werden in das PA (V) Detmold eingegliedert.

18. Juni 1983

Der Ministerialrat im BPM Hans Wilhelm Busch wird zum Präsidenten der OPD Münster ernannt und am 08. Juli 1983 im Schloß zu Münster von Bundespostminister Dr. Christian Schwarz-Schilling in sein Amt eingeführt.

01. Mai 1984

Das PA (V) Ibbenbüren übernimmt das bisherige selbständige PA (V) Lengerich.

01. Juni 1984

Mit der Übernahme des PA (V) Bentheim durch das PA (V) Rheine ist die Neuorganisation der Postämter mit Verwaltungsdienst im OPD-Bezirk Münster abgeschlossen. Im OPD-Bezirk Münster gibt es nunmehr 18 selbständige PÄ (V).

1984/1985

Innere Orgnisation der OPDn im Bundesgebiet. Die Personalangelegenheiten, die bis dahin als artfremde Aufgaben von den einzelnen Fachreferaten wahrzunehmen waren, werden in der Hauspersonalstelle der OPD gebündelt. Am 01. März 1985 wird bei der OPD Münster die Hauspersonalstelle eingerichtet und mit der Wahrnehmung ihrer Aufgaben betraut.

28. Januar 1985

Die beiden für die Spacelab-Mission SD! im Oktober 1985 ausgewählten Wissenschftsastronauten Prof. Dr. Reinhard Furrer (44) und Dr. Ernst Messerscchmidt ()39) legen bei dr OPD M;ünster die Funkamateurprüfung C ab und erhalten vom Präsidenten der OPD, Hans Wilhelm Busch, die Zulassung.

Dezember 1988

Im OPD-Bezirk gibt es nunmehr 1, 715 Mio Telefonhauptanschlüsse.

01. Juli 1989

Am 01. Juli 1989 tritt das Gesetz zur Umstrukturierung des Post- und Fernmeldewesens in Kraft.

01. Januar 1990

Die Oberpostdirektion Münster wird aufgelöst und in die beiden Direktionen Postdienst und Telekom überführt. Beide Direktionen werden mit Ablauf des 31. Mai 1995  wieder aufgelöst.

In Münster wird das Zentralamt für Mobilfunk eingerichtet.


(Der Text entstammt den Postgeschichtsblättern der Bezirksgruppe Münster der Gesellschaft für deutsche Postgeschichte  e.V. von 1994, Nr. 12. Das war gleichzeitig die letzte Ausgabe der Postgeschichtsblätter der Bezirksgruppe Münster, die sich  damit gleichzeitig von ihren Lesern verabschiedet hat.)